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Xenoblade Chronicles X - Review-Debatte

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 Spiel-Infos: Xenoblade Chronicles X - Review-Debatte
Xenoblade Chronicles X Boxart Name: Xenoblade Chronicles X - Review-Debatte (PAL)
Entwickler: Monolith Software
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 04. Dezember 2015
Genre: Rollenspiel - Action-RPG
Spieler: 1
Features:
GamePad-only unterstützt, Miiverse
Lange haben sich westliche Spieler gedulden müssen, doch pünktlich zum Jahresendgeschäft schafft es das gigantische Wii U-Rollenspiel Xenoblade Chronicles X endlich nach Europa. Das Spiel verspricht unzählige Stunden Unterhaltung und wir haben den Titel zum Anlass genommen, ein neues Kritikformat zu erproben, die Review-Debatte. Maximilian Edlfurtner (MFauli) und Sebastian Küpper (Yoshi) werden im Folgenden ihre Meinungen zu verschiedenen Aspekten des Spiels erläutern. Zum Abschluss erwartet euch dann eine kurze Diskussion.
 
 
Eintauchen in eine riesige Welt

Sebastian:
Xenoblade Chronicles hat auf der Wii bereits mit einer Welt von beeindruckender Größe aufwarten können, in dem zweiten Teil Xenoblade Chronicles X hat Monolith Soft allerdings aus den Vollen geschöpft und eine Welt kreiert, deren enorme Ausmaße selbst in Anbetracht des aktuellen Open World-Booms noch riesig erscheinen. Dabei haben die Entwickler nicht etwa auf lieblos und halb automatisch erstellte Welten zurückgegriffen, sondern ganz offensichtlich die gesamte Welt von Hand sorgfältig designt. Die Welt unterteilt sich in mehrere Kontinente, die sich optisch und strukturell massiv unterscheiden. So befindet man sich zu Beginn des Spiels beispielsweise in einer Steppenlandschaft mit zahlreichen Höhlen und einigen Gewässern, später findet man den Weg in einen überwucherten Urwald oder in eine ungastliche Wüste. Die optische Gestaltung der Welten ist markant und das Artdesign ist enorm stark. Trotz der schieren Größe der Welt gibt es eine ganze Menge prägnanter Orte, die es zu entdecken gibt. Eine besondere Stärke in Sachen Glaubwürdigkeit der Welt ist das liebevolle Design der Tiere im Spiel. Von Beginn an findet man neben kleinen Monstern, die sich einem im Kampf stellen bereits gigantische Tiere mit einem stattlichen Level, mit denen man sich über weite Teile des Spiels besser nicht anlegen sollte. Mein persönliches Highlight im Spiel war es, neben einem Diplodocus-ähnlichen Tier, das sich sehr glaubhaft bewegte und eine beeindruckende Größe aufweisen konnte, zu stehen und dem Dinosaurier beim Trinken zuzuschauen. Einziger Wermutstropfen in dieser Hinsicht ist, dass die Tiere nur sehr eingeschränkte Tagesabläufe haben und auf diese Weise die Illusion brechen, wenn man sich länger mit einem Tier befassen möchte.

Maximilian:
Glücklicherweise hat Kollege Küpper noch nicht herausgefunden, was es mit dem Millesaurus, dem Diplodocus-Verschnitt, tatsächlich auf sich hat, andernfalls würde ihn das konsequente Alien-Design der Monster von Mira ordentlich erschrecken. Die Welt in Xenoblade Chronicles X, kurz XCX, ist groß, außerordentlich groß sogar. Es vergeht gern ein dutzend Stunden, ehe man den zweiten Kontinent betritt, so enorm ist allein Primordia, Anfangsschauplatz des gewaltigen Abenteuers. Das bedeutet aber nicht, dass man der Reihe nach bestimmte Gebiete erforschen muss: Wer will, kann etwa fünf Stunden nach Spielbeginn frei entscheiden, wohin es gehen soll. Die gesamte Welt von Mira ist offen designt, unsichtbare Mauern gibt es lediglich weit draußen im Meer. Obwohl also der Plot erst zum Ende hin zum Kontinent namens Cauldros, einer Mischung aus Vulkaneinzugsgebiet und Maschinenstadt, führt, könnte man sich dort bereits ganz am Anfang umgucken. Und auch kämpfen. Eine an und für sich simple, jedoch wichtige Entscheidung sorgt dafür, dass es keine Orte auf der Karte gibt, die permanent sicher und damit langweilig werden, oder aber im Gegenteil keinen Ansatzpunkt für den anfänglichen Charakter bieten: Gegner sind nicht nach irgendeiner Form der Level-Progression verteilt oder passen sich der Stärke des Spielers an - stattdessen sind Gegner jeglichen Levels überlegt verteilt, sodass man zwar genug Passagen hat, in denen man sich gemäß seines eigenen Charakter-Levels bewegen kann, andererseits aber stets auf die Umgebung achten muss. Dazu gesellen sich herrlich geschickt getarnte Gegner, etwa riesige Gottesanbeterinnen, die, ehe sie sich plötzlich bewegen, wie natürlich gewachsenes Geäst im Hintergrund harren. Oder aber Steine, die sich aus dem Boden erheben und als Rückenpanzer eines massigen Käfers herausstellen. Mira ist lebendig und gefährlich.
 Autor:
Maximilian Edlfurtner / Sebastian Küpper
Testbericht
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Leserwertung:
7.8