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Watch_Dogs

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 Spiel-Infos: Watch_Dogs
Watch_Dogs Boxart Name: Watch_Dogs (PAL)
Entwickler: Ubisoft Montréal
Publisher: Ubisoft
Erhältlich seit: 20. November 2014
Genre: Action
Spieler: 1 (offline); 1-4 (online)
Features:
Off-TV-Play, Companion App
Wer nur über eine Wii U für Zuhause verfügt, musste lange warten. Sehr lange. Sechs Monate hat Ubisoft gebraucht, um ihren großen Sommerblockbuster Watch_Dogs auch auf Nintendos Heimkonsole zu veröffentlichen. Gerade noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Doch alleine wegen der immensen Verschiebung dürfte sich der französische Publisher nicht über eine beinahe schon nicht-existente Aufmerksamkeit für das Spiel wundern. Dies ist sehr schade, denn wie ich in meiner GU-Review im Spätfrühling bereits bemerkt habe, handelt es sich zwar um ein „Spiel von der sprichwörtlichen Stange“, dürfte aber dennoch vor allem Stealth-begeisterten Spielern  und all jenen, die eine frische Mehrspielererfahrung serviert bekommen wollen, sehr zusagen. Doch wie viel Watch_Dogs erreicht nach sechs Monaten die Wii U und wie viel mehr wird nun geboten?

Was lange währt?
Wer wissen will, welche Art von Spiel einen bei Watch_Dogs erwartet, dem sei ein Blick auf meinen damaligen Test geraten. Im Grunde haben wir es auf Wii U mit (nahezu) demselben Spiel zu tun und ich fokussiere mich daher in dieser Betrachtung lediglich auf die Unterschiede zwischen den verschiedenen Versionen des Actioners.
Eine Frage in die Runde: Wer von euch hat wirklich angenommen, dass Watch_Dogs auf Wii U optisch mit der neueren Konkurrenz mithalten kann? Lassen wir Träume Träume bleiben und schauen uns die Realität an, dann fällt natürlich direkt auf, dass die Wii U-Version mit der PlayStation 4 – diese lag mir damals zum Test vor – keineswegs mithalten kann. Das Bild wirkt insgesamt unschärfer, viele Texturen sind schwammig und auch die Modellierung mancher Gebäude und Fahrzeuge scheinen aus einer anderen Ära der Videospielgeschichte zu entstammen. Doch der Gesamteindruck stimmt, auch auf Wii U ist das virtuelle Chicago ungemein lebendig und die Wettereffekte – allen voran der Regen bei Nacht – können sich durchaus sehen lassen. Und sieht man vom schwächeren Laubwerk ab, besitzt Watch_Dogs auf Nintendos Heimkonsole auch keine sichtbaren Mankos beim Vergleich mit PlayStation 3 oder Xbox 360. Es sei denn, man setzt sich ans Steuer eines Wagens...

Zahnlose Wachhunde
...oder es geht auf dem Fernseher richtig ab. Wie bereits beim Koop von Sonic Boom für die Wii U bekommt Watch_Dogs mitunter seine Zähne gezogen. Da wäre beispielsweise die Framerate, die auf PlayStation 4 und Xbox One konstant seine 30 Bilder pro Sekunde hält und deren Vorgänger sich leicht darunter einreihen. Hier kann es durchaus schon passieren, dass die Wii U mit den 20 kämpft oder sogar auf die 15 zugeht. Wäre die Framerate aber nicht genug, so wandelt das Spiel, sobald man mit einem Auto unterwegs ist, auf Sonic Booms Spuren. Genau wie im dortigen Koop wird auch in Watch_Dogs schlagartig die Grafik schlechter, die Texturen werden matschiger und der Schärfegrad – vor allem bei den Fahrzeugen – geht in den Keller. Richtig schlimm wird es aber erst, wenn man Rennen oder Verfolgungsjagden absolviert. Dann kann es schon einmal vorkommen, dass eine Kollisionabfrage mit anderen Fahrzeugen gar nicht existiert und ein Polizeiauto mich wie ein Geist durchfährt. Oder – um beim gruseligen Thema zu bleiben – urplötzlich ein Fahrzeug wie aus dem Nichts nur wenige Meter vor einem materialisieren und man unweigerlich einen Unfall baut, weil die Reaktionszeit beinahe gen Null tendiert. Dagegen wirken die noch schwächere Fahrphysik von Watch_Dogs und der skurile Bug mit den ruckelnden Schatten, der bereit vor Release im Netz kursierte, wie Kleinkram.
 Autor:
Sascha P. Ritter
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