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Super Smash Bros. for Wii U

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Die wie ein typisches Brettspiel aufgebaute Smash-Tour ist ein rundenbasierter Vier-Spieler Modus, bei dem alle Spieler gleichzeitig würfeln und gleichzeitig über das Spielfeld laufen. Auf den Spielfeldern kann man hilfreiche Items und Charaktere für sein Inventar finden, welche man später wiederum in Matches einsetzten kann. Zum Kampf kommt es, wenn sich zwei Spieler auf einem Feld begegnen. Ein Finalkampf zwischen allen Spielern entscheidet dann nach Ablauf aller Runden, wer gewinnt. Die Größe des Spielfelds und die Anzahl der Runden lassen sich dabei vor Spielbeginn jeweils in mehreren Stufen einstellen. Smash-Tour stellt eine nette Dreingabe dar, die in ihrer Umsetzung aber etwas chaotisch ist und durch den hohen Glücksfaktor so gut wie keine strategische Tiefe besitzt.

Das totale Multiplayer-Spiel?
Wer sich wundert, warum der Story-Modus hier bislang unerwähnt blieb, dem sei gesagt: Es gibt - wie bereits auch schon in der 3DS-Version - keinen! Super Smash Bros. Wii U ist ein durch und durch für Mehrspieler konzipiertes Gesamtpaket und das zum Leidwesen eines größeren Einzelspieler-Modus. Und doch hätte man nur all zu gut auf dem Subraum-Emissär aus Super Smash Bros. Brawl aufbauen und weiter verbessern können. Stattdessen wurde darauf und sogar auf einen Adventure-Modus einfach komplett verzichtet. Als exklusiver Einzelspieler-Content bleiben lediglich die neuen Spezialaufträge von Meister-Hand und Crazy-Hand, durch die man sich weitere Münzen dazuverdienen kann. Weiterhin enttäuschend ist die Tatsache, dass es zwar Unmengen an Dingen wie Trophäen, Meilensteine, neue Musikstücke und  Co. zum Freispielen gibt. Die wahren Highlights, sprich die Charaktere und Stages, sind allerdings beinahe schon vollständig zum Start des Spiels freigeschaltet, was gerade angesichts des fehlenden Story-Modus, ein weiterer Minuspunkt für die Motivation im Einzelspieler darstellt. Kreative oder geheime Herausforderungen für neue Kämpfer gibt es nicht und spätestens nach hundert Matches sind alle Charakter-Slots belegt. Als langjähriger Fan der Reihe ist man hier deutlich mehr Liebe zum Detail gewohnt.     

Eine wackelige Online-Erfahrung
Eine der größten Schwächen des Vorgängers, Super Smash Bros. Brawl, war der dürftige Online-Modus. Häufige Lags und schlechtes Matchmaking plagten damals die Spieler. Ob sich das im neuen Teil gebessert hat? Der Online-Modus läuft nun etwas runder als noch bei Brawl, kämpft aber auch weiterhin mit häufigen sowie Teils sehr heftigen Lags. Die maximale Spielergrenze liegt hier in allen Modi bei vier Spielern. Dafür ist es aber erstmals auch möglich mit einem zusätzlichen lokalen Spieler, Team-Matches zu bestreiten. Zur Auswahl stehen zwei Modi - kämpfen mit Freunden aus der Kontaktliste oder kämpfen gegen zufällige Gegner aus der ganzen Welt. Bei ersterem habt ihr als Host im Grunde dieselben Möglichkeiten zum Einstellen der Regeln, wie im lokalen Mehrspieler. Personalisierte Kämpfer – ja, nein? Welche Items, Handicaps, Fluganfälligkeit etc.....? Die Auswahl der Stages ist euch aber nicht ganz überlassen und auch Spezial-Smash-Regeln lassen sich nicht einstellen. In eurer Kontaktliste könnt ihr zusätzlich sehen, wer gerade online ist und falls nicht alle Plätze belegt sind, auch einem laufenden Match beitreten.
Falls ihr lieber gegen unbekannte Gegner spielt, so werden euch nochmals zwei Varianten angeboten – „Geplänkel“ und „Hart auf Hart“. In beiden Spielmodi gibt es keinen Chat und personalisierte Kämpfer sind nicht erlaubt. Ohnehin sind die Regeln hier fest vorgeschrieben. Im sogenannten „Geplänkel“ spielt ihr mit stets aktivierten Items und wahlweise als Zweier-Team oder jeder gegen jeden. Ein Match geht immer zwei Minuten und gewonnen hat der, der die beste Tod/Leben Quote erzielt. Hier sind beinahe alle Stages verfügbar, auf deren Auswahl ihr allerdings keinen Einfluss habt. Genauso zufällig werden diese auch im „Hart auf Hart“-Modus ausgewählt, nur dass es hier lediglich die Final-Station Varianten der Stages – sprich stets eine Plattform ohne spezielle Features - gibt.  Hier sind alle Items ausgeschaltet und ihr könnt zusätzlich auch in einem 1 vs. 1 Duell eure Kräfte messen, das entweder nach 5 Minuten oder nach zwei Toden eines Spielers zu Ende ist. Alle Kämpfe im „Hart auf Hart“-Modus fließen in eure persönliche Statistik ein. Eine Globale-Rankingliste gibt es jedoch nicht und auch ein Vergleich mit den Freunden bleibt aus. Wer sich etwas Inspiration holen möchte, der kann sich außerdem zufällige Online-Kämpfe eines vorher ausgewählten Charakters ansehen oder in fremden Matches Wetten abschließen und Münzen gewinnen.
 Autor:
Christoph Jäger
Testbericht
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Leserwertung:
9.0