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Sonic Lost World

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Rankings mit Anspruch
Doch Sonic ist schon seit Sonic Adventure 2 keine Spielreihe, die mit dem einmaligen Durchspielen eines Levels alles gezeigt hätte, was sie bietet. Jedes Level im Spiel verfügt über einen Time Attack-Modus, der automatisch freigeschaltet wird, sobald man das Level erstmals erfolgreich absolviert hat. Während man im normalen Durchlauf durch ein Level nach Abschluss des Levels einfach eine Punktzahl, sowie die Zahl der geretteten Tiere – die übrigens über alle Level hinweg zusammengerechnet wird – angezeigt bekommt, erhält man nach Abschluss eines Time Attack-Durchlaufs das altbekannte Ranking. Nachdem in Sonic Generations die S-Ranks geradezu verschenkt wurden und beinahe einzig entscheidend war, dass man die Level unbeschadet überstanden hat, ist Sonic Lost World wieder bedeutend strenger.
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Tatsächlich ist wohl seit Sonic Unleashed kein Sonic-Spiel mehr so anspruchsvoll gewesen, was die S-Ranks anbelangt. Abhängig ist das erhaltene Ranking übrigens nur von der benötigten Zeit. Auch in Levels, die sehr schwierig abzuschließen sind, haben die Entwickler übrigens kaum Gnade gezeigt: Wer zu sehr auf Nummer Sicher geht, der kann sich glücklich schätzen, wenn er überhaupt einen A-Rank erreicht, für einen S-Rank muss man ein Level zumeist schon sehr genau studieren.

Knackige Angelegenheit
Der Schwierigkeitsgrad in Sonic Lost World ist aber auch, wenn man die Level einfach nur normal absolvieren möchte, erstaunlich hoch. Zwar bleibt das Spiel definitiv immer fair – und bietet auch eine Variante des Super Guides, der es nach Verlust einiger Leben erlaubt, zum nächsten Checkpoint zu springen – doch auch Jump & Run-Veteranen werden hier einige Level finden, an denen sie zu knabbern haben. Besonders im Time Attack-Modus, in dem es notwendig wird, die Level ohne einen Tod abzuschließen, erweisen sich einige Level als besonders biestig. Wir freuen uns auf jeden Fall, dass Sega den Mut gehabt hat, den Spieler auch zu fordern, ohne aber schwächere Spieler chancenlos bleiben zu lassen. Die Super Guide-Funktion sorgt dafür, dass auch Anfänger frustfrei durch das Spiel gelangen, wenngleich sie so natürlich nicht alles sehen werden, was Sonic Lost World zu bieten hat. Übrigens kann man die Level des Spiels auch in einem Mehrspielermodus zu zweit gegeneinander spielen. Im Vergleich zur Einzelspieler-Erfahrung verblasst der Mehrspielermodus allerdings recht stark.
 
Flüssig, sauber und bunt
Technisch weiß Sonic Lost World sehr zu gefallen. Besonders die butterweiche Framerate von 60 Bildern in der Sekunde sorgt für eine flüssige und gelungene Spielerfahrung. Darüber hinaus punktet die Grafik des Spiels neben strahlenden Farben vor allem mit allerlei Details. Der gelungene Comic-Stil des Spiels versprüht eine hervorragende Lebendigkeit und der einzige erkennbare optische Makel ist ein erkennbarer Bildaufbau im Hintergrund. Dieser erfolgt allerdings in so weiter Ferne, dass die Spielbarkeit zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt wird. Im Grunde fällt dieses Manko nur auf, wenn man das Spiel als Zuschauer verfolgt und den Blick ein wenig abschweifen lässt. Auch musikalisch wird wie gewohnt tolle Kost geboten – das ist aber ja selbst bei den schlechtesten Sonic-Spielen bislang noch immer garantiert gewesen. Lobend hervorheben wollen wir schließlich auch die angenehm geringen Ladezeiten, die zum guten Spielgefühl ihren Teil beitragen.
 Autor:
Sebastian Küpper
Testbericht
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