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Sonic Lost World

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Gemächliches Sonic-Spiel
Spielt man als Kenner der Reihe Sonic Lost World erstmals, wird man zunächst einmal erstaunt feststellen, wie langsam Sonic Lost World ist. So langsam war ein 3D-Sonic seit 2006 nicht mehr, als in Sonic the Hedgehog der bis heute letzte Teil mit dem aus Sonic Adventure bekannten Gameplay erschienen ist. Seither hat Sega immerzu daran gearbeitet, das Geschwindigkeitsgefühl zu verstärken und die Reaktionsgeschwindigkeit des Spielers auf eine harte Probe zu stellen. Läuft man einfach nur mit Hilfe des Analogsticks herum, ist Sonic gar so langsam wie Mario, erst, wenn man die Schultertaste RZ gedrückt hält, rennt Sonic, etwa mit der Geschwindigkeit, die er in Sonic Adventure 2 hatte. Einen Boost-Knopf gibt es im neuesten Sonic-Spiel nicht mehr.
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Von versteckten Medaillen und Geheimgängen
Wieso Sega diesen radikalen Schritt getan hat, offenbart sich, wenn man sich das Leveldesign ansieht. Während die Level in den letzten Sonic-Spielen eine Mischung aus Rennstrecke und Jump & Run-Level im Stile eines Hindernis-Parcours darstellten, besinnt sich Sega in Sonic Lost World auf klassischere Designwerte. So sind die Level mit wesentlich komplexeren Sprungsequenzen, die neben Reaktionsgeschwindigkeit vor allem auch Präzision verlangen, gespickt und setzen zudem auf allerlei Geheimnisse, die überall in den Levels versteckt sind. So gibt es besonders in vielen der 3D-Abschnitte der Level oftmals Geheimgänge und Abkürzungen zu entdecken, obendrein muss man in jedem Level fünf rote Medaillen einsammeln. Gelingt es einem, in allen vier Levels einer Welt alle fünf roten Medaillen zu sammeln, so erhält man den Chaos-Emerald für die jeweilige Welt, sowie ein Geheimlevel, das zwar recht knackig ist, dafür aber mit einer ordentlichen Zahl an Leben aufwarten kann. Die roten Medaillen sind im Wesentlichen auf zwei verschiedene Weisen im Spiel versteckt worden. Einige Medaillen sind relativ offensichtlich, aber an schwer erreichbaren Stellen platziert, andere verlangen vom Spieler, Geheimgänge zu finden, um sie einsammeln zu können. Das Sammeln aller roter Medaillen ist dabei alles andere als trivial, besonders da es zwingend erforderlich ist, nach dem Sammeln der Medaille ohne zu sterben zum nächsten Zwischenspeicher zu gelangen.

Wandlauf-Fähigkeit: Eine hakelige Angelegenheit
Leider ist die Spielmechanik nicht ganz auf dem Niveau der Vorgänger, einige neue Fähigkeiten Sonics wirken ein wenig unausgereift. Zunächst wäre da die Fähigkeit Sonics, an Wänden zu laufen. Hält man RZ gedrückt, so kann Sonic Wände und Bäume ein Stück weit nach oben laufen. Leider reagiert Sonic ein wenig zu selbstständig auf in der Nähe befindliche Objekte, auf die er hinauflaufen kann. Das wäre an sich kein großes Problem, allerdings bewegt sich Sonic beim Wandlauf und beim Klettern doch relativ langsam, so dass das besonders in schnellen Durchläufen durch die Level ein wenig sauer aufzustoßen vermag.
 Autor:
Sebastian Küpper
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