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Pokémon Tekken

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Wer fleißig online oder in den Einzelspieler-Modi kämpft, wird mit diversen Boni belohnt. So erhaltet ihr nach einem gewonnenen Kampf, ganz getreu den Hauptspielen, Erfahrungspunkte für das kämpfende Pokémon sowie ein Preisgeld. Mit wachsender Erfahrung steigen die Pokémon dann im Level auf, was euch eine Erhöhung von Angriff, Verteidigung, Strategie oder Resonanz erlaubt. Hier offenbart sich allerdings ein Manko, welches gerade Neulinge demotivieren könnte, denn auch in Online-Kämpfen finden die Werte Anwendung, sodass ihr gegen ein gut trainiertes Pokémon auch mit der besten Technik chancenlos sein könnt. Die Preisgelder können dagegen in unterschiedlichen Schnickschnack, wie Brillen, Schals oder neue Frisuren investiert werden, mit dem ihr euren Avatar aufhübschen könnt. Eine Art Achievement-System hat es ebenfalls ins Spiel geschafft. Habt ihr eine bestimmte Anzahl an Kämpfen gewonnen oder eine besondere Kombo erfolgreich eingesetzt, erlangt ihr dafür einen Titel, der anderen Spielern in Online-Kämpfen angezeigt wird. Wer amiibos besitzt, kann durch ihren Einsatz zusätzliche Spezial-Titel und –Kleidung freischalten. Die Zahl an freispielbaren Dingen ist zwar schier unendlich, es bleibt jedoch die Frage nach der Motivation dies zu tun und vor allem „Wozu das Ganze?“. Schließlich werden Titel und Aussehen des Avatars nur ganz kurz zu Kampfbeginn angezeigt und erfahrene Spieler werden ohnehin nicht mehr darauf achten.

In Punkto Technik leistete Bandai Namco ganze Arbeit. Die animierten Pokémon-Modelle in HD sind mehr als hübsch anzusehen und auch die Attackeneffekte machen einiges her. Das lässt die Kämpfe ernster und actionreicher wirken als man es von den knuffigen Taschenmonstern erwarten würde und nicht umsonst erhielt Pokémon Tekken als erster reiner Pokémon-Titel überhaupt von der deutschen USK eine Altersfreigabe von 12 Jahren. Lediglich die Hintergrundmodelle mancher Kampfarenen wirken leicht steril und fügen sich nicht ganz so gut ins optische Gesamtbild ein. Auch eine Sprachausgabe hat es ins Spiel geschafft, welche allerdings nicht ganz ohne Kritik davonkommt. Zum einen ist sie in allen westlichen Versionen weltweit in englischer Sprache gehalten. Aus diesem Grund sagt außer Pikachu auch kein Pokémon seinen Namen auf, wie in der TV-Serie üblich - vermutlich um eine Verwirrung aufgrund der unterschiedlichen Namensgebung der Pokémon in den verschiedenen Sprachen zu vermeiden. Pokémon Stadium 1 und 2, welche bereits auf dem N64 (!) erschienen sind und Super Smash Bros. for 3DS/Wii U beweisen allerdings, dass es ohne Qualitätsabstriche auch anders geht. Zum anderen ist auch die englische Sprachausgabe allenfalls als mittelmäßig anzusehen. Vermisst man schon bei Nia, die euch in Tutorials durch das Spiel führt und in Kämpfen anfeuert und Tipps gibt, oftmals mehr Emotionen im Synchronschauspiel – von ihrer nervigen Piepsstimme ganz zu schweigen - sind die sprachlichen Auftritte gelegentlicher Nebencharaktere gar nicht erst der Rede wert. Die musikalische Untermalung ist dagegen etwas besser gelungen, wirkliche Ohrwurmstücke finden sich aber auch hier nicht.
 Autor:
Karim Ahsan
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