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Pokémon Tekken

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Jeder ausgeteilte und eingesteckte Schaden sowie kleine auf dem Kampffeld verstreute Kugeln füllen den Resonanzmeter eures Pokémon, welcher euch bei voll aufgeladener Leiste die Mega-Entwicklung ausführen lässt. In diesem Modus erhöht sich nicht nur kurzzeitig die generelle Angriffsstärke, einmalig könnt ihr zudem einen verheerenden, von einer kurzen Zwischensequenz begleiteten, Spezialangriff einsetzen. Pokémon, wie Pikachu oder Rutena, welche noch nicht ihre letzte Entwicklungsform erreicht haben und daher eigentlich nicht im Stande sind die Mega-Entwicklung durchzuführen, beherrschen diese Technik übrigens fairerweise auch, lediglich ihr Aussehen verändert sich nicht. Zusätzliche Unterstützung im Kampf bekommt ihr noch von euren zuvor gewählten Partner-Pokémon. Ist auch ihre Leiste vollständig gefüllt, helfen sie euch mit verschiedenen Effekten aus. Manche von ihnen erhöhen beispielsweise kurzeitig Tempo oder Angriffskraft eures aktiven Pokémon, andere wiederrum drängen den Gegner zurück und fügen ihm Schaden zu, was sich gerade in Situationen, in denen ihr an den Rand der Arena getrieben wurdet, als nützlich erweist und Raum für einen Gegenangriff lässt.
 
Das hauptsächliche Kampfgeschehen lässt sich nochmal in zwei unterschiedliche Kampfphasen unterteilen. Ein jeder Kampf beginnt mit der Feldphase, in welcher ihr eure Pokémon auf dem dreidimensionalen Kampffeld frei in alle Richtungen bewegen könnt. Trefft ihr den Gegner mit bestimmten Angriffen oder Angriffkombos, wechselt der Kampf in die Duellphase. Hier spielt sich das Spiel eher wie ein klassisches Beat’em Up und ihr dürft ihr euch nur noch nach rechts oder links bewegen. Treffer, die in der Duellphase gelandet werden, richten dabei erheblichen Schaden an, sodass viele Kämpfe in dieser Phase entschieden werden.

Insgesamt vier verschiedene Hauptspielmodi stehen euch in Pokémon Tekken zur Verfügung. Zunächst wäre da die eingangs bereits erwähnte Ferrum-Liga, einer Art Kampagne mit Hintergrundgeschichte, in der ihr euch Kampf um Kampf um Kampf gegen Computer-Gegner bewähren müsst, um in den einzelnen Sub-Ligen immer weiter an die Spitze vorzudringen. In der Liga dürft ihr euer Pokémon sowie zwei Helfer zwar zunächst frei wählen, diese aber bis zum Ende des Turniers nicht mehr austauschen. Eine Handlung mit epischem Spannungsbogen solltet ihr allerdings nicht erwarten, nach wie vor stehen die Kämpfe selbst auch hier im Vordergrund. Seid ihr lieber auf schnelle Runden aus, ist vielleicht der Einspieler-Kampf eher etwas für euch. Hier könnt ihr euch nach Lust und Laune und nach euren eigenen Regeln mit den CPUs prügeln.
 
Herzstück von Pokémon Tekken sind aber, wie wohl bei fast jedem Beat’em Up, die Mehrspieler-Modi "Lokaler Kampf" und "Online-Kampf". Im lokalen Kampf gibt es allerdings einige Einschränkungen. Da das Spiel keinen Splitscreen unterstützt, ist ein Spieler gezwungen den gesamten Kampf auf dem Wii U-Gamepad zu verfolgen, was gleichzeitig eine Verringerung der Bildrate zur Folge hat. Wer einen Wii U-LAN-Adapter sein eigen nennt, kann das Problem umgehen, indem zwei Wii U-Konsolen mit je einer Spielversion lokal miteinander verbunden werden. Diese Lösung dürften aber angesichts der benötigten Peripherie eher die wenigsten nutzen und bietet sich eher für lokale Turniere an. Die praktischere Alternative stellt daher der Online-Modus dar. Wahlweise in unbewerteten Freundschaftskämpfen oder Rangkämpfen könnt ihr hier gegen Freunde oder Spieler aus aller Welt antreten.
 Autor:
Karim Ahsan
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