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Pokémon Tekken

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 Spiel-Infos: Pokémon Tekken
Pokémon Tekken Boxart Name: Pokémon Tekken (PAL)
Entwickler: Bandai Namco Games
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 18. März 2016
Genre: Beat 'em Up
Spieler: 1-2
Features:
amiibo, Online-Multiplayer/-ranglisten, LAN-Modus
Als die ersten Pocket Monster-Spiele Mitte der 90er-Jahre in Japan für dem klassischen Game Boy erschienen, hätte wohl kaum einer erwartet, welche Wellen die Titel schlagen würden. Ursprünglich als Rollenspiele konzipiert, tobten sich die Pokémon im Laufe der Jahre in den verschiedensten Genres herum. Von Puzzlern über Action-Adventures bis hin zum Rennspiel waren die Taschenmonster in fast jedem Genre wiederzufinden. Ein eigenes Beat’em Up blieb der Reihe – abgesehen, von den Gastauftritten in den Super Smash Bros.-Spielen – bisher jedoch verwehrt. Nun nutzten The Pokémon Company und Bandai Namco anlässlich des diesjährigen Serien-Jubiläums aber die Gelegenheit, um dies endlich nachzuholen. Ursprünglich nur als Spielhallen-Version geplant, schaffte der Prügler Pokémon Tekken nun auch den Sprung auf Nintendos Heimkonsole Wii U. Wie sich das Spinoff – ganz buchstäblich – schlägt, erfahrt ihr im folgenden GU-Test.
 
Die Liga wartet
Pokémon Tekken versetzt euch in die Rolle eines jungen Pokémon-Trainers aus der Region Ferrum, der sein Geschick im Pokémon-Kampf in der hiesigen Ferrum-Liga unter Beweis stellen will. Trainer aus allen Teilen des Landes finden sich hier ein, um herauszufinden wer der beste unter ihnen ist. Ganz im Sinne des immer populärer werdenden Costumization-Trends dürft ihr euren Avatar dabei ganz individuell zusammenbasteln und ihm eine vorgefertigte Kampfansage verpassen. Doch mehr zu diesem Aspekt weiter unten. Denn wichtiger als die Handlung oder der Avatar ist bei einem Beat’em Up schließlich das Gameplay.
Tekken trifft Pokémon
Das äußere Gewand des Spiels mag zwar von den Pokémon dominiert sein, seine Kernmechanik orientiert sich dagegen, wie der Titel schon vermuten lässt, stark an Bandai Namcos Tekken-Reihe. Wie im Vorbild, wählt ihr vor jedem Kampf eines von sechzehn verschiedenen Pokémon aus sowie ein Set aus zwei Partner-Pokémon. Das mag sich nach einer eher dürftigen Kämpferzahl anhören und das ist es auch in Anbetracht der Tatsache, dass die Entwickler die Möglichkeit zusätzliche Kämpfer über DLC hinzuzufügen von Anfang an kategorisch ausschlossen. Dazu kommt noch, dass von den wenigen spielbaren Pokémon auch noch gleich zwei in alternativen Varianten als separate Kämpfer aufgeführt sind. Immerhin spielen sich alle Taschenmonster aber so unterschiedlich, dass man genug spielerische Abwechslung geboten bekommt.

Über bis zu drei Spielrunden versucht ihr innerhalb eines begrenzten Kampfrings dem gegnerischen Pokémon durch Einsatz verschiedener Angriffe alle Kraftpunkte (KP) zu rauben und es außer Gefecht zu setzen. Ganz genretypisch verfügt jeder Kämpfer über Nahangriffe und Distanzangriffe, deren jeweilige Stärke von Pokémon zu Pokémon variiert, sowie die Fähigkeit zu springen, Auszuweichen oder zu Blocken. Doch auch der stärkste Schild lässt sich mit einem Greif-Angriff umgehen, und teilt nebenbei auch mächtig Schaden aus, wenn er gelingt. Distanz-Angriffe lassen sich dagegen mit einem Konter einfach zum Gegner zurückschleudern. Als Äquivalent zu den verschiedenen Werten aus den Rollenspielen, verfügt jedes Pokémon auch noch über eins der Attribute Kraft, Technik oder Tempo, welche es durch eine besondere Begabung in der jeweiligen Kategorie auszeichnen. Die ausgeglichenen Standard-Kämpfer empfehlen sich hingegen gerade für Anfänger.  Taktisches Vorgehen ist also auch bei Pokémon Tekken von Vorteil. Doch keine Sorge, die Wahl des Typs spielt hier ausnahmsweise keine Rolle, weshalb ihr mit jedem Pokémon potentiell die gleichen Chancen habt.
 Autor:
Karim Ahsan
Testbericht
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