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Kirby und der Regenbogen-Pinsel

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Rasante Schatzsuche
Ein echtes Highlight des Spiels ist der Herausforderungsmodus. Wo man sich im Story-Modus immer wieder mit ereignislosen Abschnitten arrangieren muss, ist in den Herausforderungen Hektik Non-Stop angesagt. In dem Modus gibt es zwei Formen von Herausforderungen, Minutenherausforderungen und Überlebensherausforderungen. Minutenherausforderungen bestehen aus vier Aufgaben in einem einzelnen Raum, die man in gerade einmal 15 Sekunden erledigen muss. Ziel ist es jeweils, eine Schatzkiste zu erreichen, die mal in einer unglücklichen Position im Raum festhängt und mal durch das Besiegen von Gegnern oder das Sammeln von Sternen freigeschaltet werden müssen.

Knifflige Überlebensherausforderungen
Die Abfolge der Aufgaben ist fix, so dass das Problem des Erfassens der Situation bei dem knappen Zeitlimit zwar kurzzeitig besteht, sich bei wiederholten Versuchen aber automatisch erledigt. Unverändert bleibt jedoch, dass in aller Regel das Zeitlimit äußerst knapp gewählt ist und man sich mit Kirbys verschiedenen Fähigkeiten bestens auskennen muss, um in jeder Herausforderung erfolgreich zu sein. Nur wenn man alle vier Räume in einem Durchgang erfolgreich beendet, kann man eine Minutenherausforderung mit einer Goldmedaille abschließen. Noch kniffliger wird es in den Überlebensherausforderungen, in denen nicht nur die Zahl der Räume von vier auf zwölf hochgeschraubt wird, sondern man zudem nach einem missglückten Raum von vorne beginnen muss – alle Räume einstudieren und dann erst die Herausforderung abschließen ist hier also nicht möglich. Spielt man das gesamte Spiel durch, wird man einen sehr großen Teil der Spielzeit im Herausforderungsmodus zubringen, der insgesamt 48 Level umfasst, sieben davon Überlebensherausforderungen.

Wunderschöne Knetoptik
Kirby und der Regenbogen-Pinsel kann auch wahlweise zu zweit kooperativ gespielt werden, der zweite Spieler übernimmt dann die Kontrolle über Waddle-Dee. Anders als Kirby kann dieser direkt gesteuert werden, was an einigen Stellen im Spiel einen echten Vorteil ergeben kann. Allerdings ist das Leveldesign klar auf einen einzelnen Spieler und die Regenbogen-Pinsel-Fähigkeit ausgelegt, so dass der zweite Spieler oftmals leider nicht wirklich auf seine Kosten kommt. Technisch hingegen gibt es überhaupt nichts zu meckern. Die Grafik ist in einer wunderschönen Knetoptik gehalten und sieht sowohl auf dem Fernseher – den man als Einzelspieler aber eigentlich gleich ausgeschaltet lassen kann – als auch dem GamePad richtig klasse aus. Auch die Musik ist, Kirby-typisch, sehr gut gelungen und verbreitet gute Laune. Schade ist nur, dass die vielfältige Musik im Herausforderungsmodus nicht zur Geltung kommen kann, da hier stets das gleiche Stück abgespielt wird.
http://wiiu.gaming-universe.org/screens/kirby_regenbogen-bild3.jpg
FAZIT
Kirby und der Regenbogen-Pinsel ist ein sehr unterhaltsames Geschicklichkeitsspiel, das für Perfektionisten ein tolles Preis-Leistungsverhältnis bietet, bedenkt man den Budget-Preis von etwa 40€ zu dem Nintendo den Titel anbietet. Wer hingegen keine Lust auf den kurzweiligen Herausforderungsmodus hat, könnte, trotz des spaßigen Spielkonzepts weniger glücklich mit dem Spiel werden, da der schwankende Schwierigkeitsgrad und der geringe Umfang des Story-Modus eine unglückliche Kombination darstellen.

Daher für Einzelspieler sehr gut und im Mehrspieler-Modus gut.
 Autor:
Sebastian Küpper
Testbericht
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Leserwertung:
5.7