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Captain Toad: Treasure Tracker

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 Spiel-Infos: Captain Toad: Treasure Tracker
Captain Toad: Treasure Tracker Boxart Name: Captain Toad: Treasure Tracker (PAL)
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 02. Januar 2015
Genre: Adventure
Spieler: 1
Features:
amiibo-Support
Nüchtern betrachtet hat sich die Pilzgarde selten mit Ruhm bekleckert. Seit gut 30 Jahren entführt immer der selbe Antagonist Prinzessin Peach und die Schlossangestellten rufen den Klempner ihres Vertrauens. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sich Toad einen neuen Beruf sucht und zu eigenen Abenteuern aufbricht. Schon in Super Mario 3D World verließ er die heimische Burg und begab sich in bester Indiana Jones-Manier auf die Suche nach grünen Sternen. Nun tritt der mutige Pilz in Captain Toad: Treasure Tracker aus Marios Schatten und greift nach den begehrten, goldenen Sternen.
 
Jump´n´Run war gestern
Anders als Luigi ist Toad kein Mario in grün und erst recht nicht im Jump´n´Run-Genre zu Hause wie beispielsweise Donkey Kong. Schnelle Sprints und weite Sprünge sind nun vorsichtigem Erkunden und dem Werfen zahlreicher Rüben gewichen. Aber auch wenn Toad sich mit Gemüse zu verteidigen weiß, steht weder die Eliminierung von zahlreichen Feinden, noch die Rettung einer Prinzessin im Mittelpunkt. Anders als in Marios 3D-Ableger für Wii U muss Toad nicht fünf, sondern nur einen Stern pro Level finden, um die jeweilige Stage zu beenden. Der Weg zum Stern ist nicht immer ersichtlich, weswegen ihr Schalter, Hebel und Räder betätigen müsst, um euren Weg freizuspielen. Im Gegensatz zum kleinen Klempner, kann Toad auch nur gehen und weder rennen noch springen, womit Fahrstühle und Rampen am besten direkt zu Level-Beginn erspäht werden sollten. Es ist obligatorisch sich direkt am Anfang eine Übersicht über die vorgegebene Welt, die meist die Form einen Würfels besitzt, zu verschaffen und erst dann wacker loszuziehen. Mit der bloßen Rambo-Tour kommt ihr nur selten weiter, da die Gegner zwar nicht in riesigen Quantitäten vorhanden, aber dennoch nicht minder gefährlich sind. Nach zwei Kollisionen mit selbigen wird Toad den Bildschirmtod erleiden und das komplette Level muss von vorne begonnen werden. Zum Glück gibt es die bekannten Rüben aus Super Mario Bros. 2 und den Hammer aus Donkey Kong, die euch zum Beispiel vor Shy Guys bewahren. Items wie Fliegenpilze, welche Toad nach erlittenem Schaden wieder größer werden lassen, 1-Up Pilze, Münzen, Rügen, Hammer und auch Diamanten zieht ihr aus Blumentöpfen, die zahlreich vorhanden und in den Boden eingelassen sind. Die Diamanten sind das sekundäre Ziel eurer Erkundungstour. Pro Level sind drei von ihnen versteckt und dienen ausschließlich dazu weitere Level freizuschalten. Darüber hinaus gibt es pro Stage eine Herausforderung, die immer anders lautet. Mal müsst ihr ohne gesehen zu werden zum ersehnten Stern kommen, mal sollt ihr einen goldenen Pilz finden und manchmal dürft ihr nur wenig mit Level-Objekten interagieren.
Für dich schiebe ich die Blöcke weiter
Wenn ihr mal kein Gemüse auf schüchterne Jungs werfen wollt und sich kein P-Schalter in der Nähe befindet, kann es sein, dass ihr den Touchscreen berühren müsst. Die Einbindung des Wii U-Gamepads orientiert sich hierbei an Mario 3D World. Mal schiebt ihr Blöcke hin und her, um lediglich eine höhere Ebene erreichen und mal müsst ihr sie genau dann richtig anordnen, wenn ihr eine Tür betretet und sonst in die Tiefe fallt. In der Summe ergeben sich dadurch viele Rätsel und Ideen den richtigen Weg zu finden, die Herausforderung zu erfüllen sowie alle Diamanten einzusammeln. Anderseits sollte bedacht werden, dass Nintendo gezielt ein jüngeres Publikum ansprechen wollte und ihr weder Trial´n´Error-Passagen ertragen müsst, noch der Kopf qualmen wird. Ersteres ist natürlich sehr löblich, aber ein niedrigerer Schwierigkeitsgrad garantiert selten einen höheren Wiederspielwert. Wichtig ist zwar in erster Linie das Gameplay, aber auch der Umfang ist entscheidend, wenn man jüngere Zielgruppen anvisiert und ein einsteigerfreundliches Spielerlebnis präsentieren will. Wie schon im bereits erwähnten Super Mario 3D World geht Nintendo den zweigleisigen Weg zum Erfolg. Vom Titelbildschirm bis zum Abspann wird in drei Episoden ein niedriger bis moderater Schwierigkeitsgrad integriert, während ihr in zahlreichen Bonusmissionen mit Geschicklichkeit, Übersicht, Können und Ideenreichtum eine höhere Ebene betretet.
 Autor:
Patrick Stahlschmidt
Testbericht
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Leserwertung:
8.3