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Call of Duty: Ghosts (Xbox 360)

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 Spiel-Infos: Call of Duty: Ghosts (Xbox 360)
Call of Duty: Ghosts Boxart Name: Call of Duty: Ghosts (Xbox 360) (PAL)
Entwickler: Infinity Ward
Publisher: Activision Blizzard
Erhältlich seit: 05. November 2013
Genre: Shooter - Ego Shooter / FPS
Spieler: 1-12
Features:
keine

Dieser Test basiert auf der Xbox 360-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden Wii U-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen.
 
Neben FIFA ist Call of Duty die Videospielmarke überhaupt. Jahr für Jahr verkaufen sich die neuen Ableger in kürzester Zeit millionenfach, obwohl eine gewisse Ermüdungserscheinung festzustellen ist. In diesem Jahr darf nun Call of Duty-Erfinder Infinity Ward wieder ans Steuer und hat sich kompetente Hilfe von den Activision-Studios Neversoft und Raven geholt. Dabei herausgekommen ist Call of Duty: Ghosts, welches wir auf der Xbox 360 getestet haben.
 
Altbekanntes mit neuen Gesichtern
Auch wenn der Mehrspielermodus das Verkaufsargument schlechthin ist, bekommt jedes Call of Duty-Spiel einen eigenen Storymodus spendiert. In Call of Duty: Ghosts wird schnell klar, dass die Zeiten von Modern Warfare zu Ende sind. In Ghosts steht eine neue, fiktive Handlung im Mittelpunkt. Diese dreht sich um einen verheerenden Angriff der sogenannten Föderation, ein Zusammenschluss südamerikanischer Staaten, auf die USA. Zehn Jahre später ist nichts mehr wie zuvor, denn Großteile Amerikas liegen in Schutt und Asche und das Militär hat nur noch wenige Reserven übrig. Als schweigsamer Soldat Logan Walker werdet ihr mit eurem Bruder in das Niemandsland geschickt – eine frühere Region der USA, die nur durch eine Mauer abgetrennt ist. Dort scheint die Föderation einen erneuten Angriff zu planen. „Zufällig“ trefft ihr dabei auf die Ghosts, einer legendären Spezialeinheit und schließt euch dieser an.

Die Geschichte wird in insgesamt 18 Kapiteln erzählt und bietet die gewohnte Call of Duty-Kost. Alle paar Sekunden fliegt etwas in die Luft, Schusswechsel gegen nicht gerade kluge Gegner stehen auf der Tagesordnung und immer wieder wird ein wenig Abwechslung ins Spielgeschehen gemischt, wenn ihr mal ein Scharfschützengewehr bedient, einen Hubschrauber steuert oder an Bord eines fahrenden Zuges unterwegs seid. Das mag zwar nicht gerade innovativ sein, aber dennoch weiß die Kampagne von vorne bis hinten zu unterhalten – wie ein klassischer Hollywood-Blockbuster. Anders als bei der eher ernüchternden Story in Battlefield 4 kommen also auch Einzelspieler auf ihre Kosten, sollten nur keine großen Überraschungen erwarten, wenn ihr schon einmal ein Call of Duty gespielt habt. Auch an die Logik solltet ihr keine allzu großen Erwartungen hegen. So ist mancher Storykniff doch stark vorhersehbar und manche Situation würde bei genauerer Betrachtung starke Fragen aufwerfen.

Aber sei‘s drum, zählt die Handlung von Ghosts doch zu den besseren der Serie. Dafür sorgen teils unvergessliche Momente, wie eine Mission im Weltall und eine Mission unter Wasser. Hier kommt richtige James Bond-Stimmung auf und manchen Szenen sind anderen Kinofilmen entliehen, etwa bei The Dark Knight Rises. Blass bleiben hingegen die meisten Charaktere. Über die Kürze der Kampagne hinweg baut ihr zu keinem Charakter eine richtige Beziehung auf. Selbst nicht zu eurem Hund Riley, der dem Spiel den Spitznamen Call of Duty: Dogs gegeben hat. Wirklich zum Einsatz kommt Riley aber nur in wenigen Missionen. Vermisst haben wir zudem die zugegeben geringe Entscheidungsfreiheit aus Black Ops 2.
 Autor:
Stefan Böhne
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