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Batman: Arkham Orgins Blackgate - Deluxe Edition

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Metroid trifft auf Zelda trifft auf Metal Gear
Ganz egal, welchen der drei Schurken ihr als erstes in Angriff nehmt. Essentiell bei den weiteren Erkundungen ist und bleibt das genaue Untersuchen eurer Umgebung. Tippt und haltet ihr das Batman-Logo in der rechten unteren Ecke des Touchscreens gedrückt, seid ihr in der Lage einzelne Objekte genauer unter die Lupe zu nehmen. Ähnlich wie in den Metroid Prime-Spielen erhaltet ihr so durch das Scannen nähere Informationen und Hinweise, an welchen Stellen ihr eine von Batmans Fähigkeiten nutzen solltet, um weiter voranzukommen. Da wären beispielsweise Schächte, die sich durch den Einsatz von Wurfsternen öffnen lassen. Nebenbei erkennt ihr in diesem Modus auch das Sichtfeld der zahlreichen Schergen der Oberschurken. Das erlaubt euch beispielsweise geschickt an Gegnern vorbei zu schleichen oder sie ganz einfach durch einen Würgegriff von hinten außer Gefecht zu setzen. Besonders bei Gegnern mit schweren Geschützen ist diese Taktik mehr als hilfreich, denn Batmans Brustpanzer hat Feuerwaffen, wie Maschinengewehren nur recht wenig entgegenzusetzen, sodass ihr bei einer weniger hinterhältigen Strategie schnell den Kürzeren zieht und den virtuellen Bildschirmtod riskiert. Ja, auch dieses Element dürfte Spielern der Metal Gear-Reihe recht bekannt vorkommen. Glücklicherweise ist Arkham Origins Blackgate aber sehr fair bei der Gestaltung der Speicher- bzw. Rücksetzpunkte und ihr müsst nach Batmans Ableben nicht erneut weite Strecken auf euch nehmen.

Im Detektiv-Modus bekommt ihr eine ganz neue Sicht auf das Geschehen.
 
Der Detektiv-Modus mag ja gut gemeint sein, allerdings bleibt das Spielgeschehen bei seiner Verwendung nicht stehen. Wollt ihr also inmitten einer Gegnerhorde eure Umgebung scannen, seid ihr Angriffen schutzlos ausgeliefert. Auch wirkt die Nutzung teils sehr aufgesetzt, sodass der Spielfluss beträchtlich gestört wird. Wer hat schon große Lust, alle fünf Sekunden zwischen Touchscreen und Schiebepad hin- und her zu wechseln? Wir jedenfalls nicht. Völlig unerheblich ist auch die Reihenfolge der Gefängnisbereiche nicht. Das fällt euch meistens erst dann auf, wenn auch die Verwendung aller Gadgets von Batman nicht mehr weiterhilft. In diesem Fall solltet ihr den Bereich zunächst verlassen, um in einem der anderen Bereiche nach neuen Hilfswerkzeugen zu suchen. Die Zelda-Reihe lässt ganz offensichtlich an dieser Stelle grüßen. 
 
Packende Bosskämpfe
Verlaufen die hauptsächlichen Spielpassagen größtenteils nach ein und demselben Muster, sieht dies in den Bosskämpfen deutlich anders aus. Die Armature Studios haben sich für diesen Teil des Spiels merklich die größte Mühe gegeben. Neben klassischen Eins-gegen-Eins Kämpfen in ausweglosen Arenen, dürft ihr aus der Sicht eines Profi-Scharfschützen vor seinem Zielfernrohr flüchten oder lockt helfende Schergen durch geschickte Ablenkmanöver von dem eigentlichen Schurken weg, damit Batman ihn sich persönlich vornehmen kann. Einziges Manko hierbei ist die Tatsache, dass der entsprechende Lösungsweg manchmal nicht ganz ersichtlich ist, sodass nach dem zehnten Versuch schnell Frustration aufkommen kann.
 Autor:
Karim Ahsan / Sascha P. Ritter
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