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Assassin´s Creed IV: Black Flag (PS3)

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 Spiel-Infos: Assassin´s Creed IV: Black Flag (PS3)
Assassin´s Creed IV: Black Flag Boxart Name: Assassin´s Creed IV: Black Flag (PS3) (PAL)
Entwickler: Ubisoft Montréal
Publisher: Ubisoft
Erhältlich seit: 21. November 2013
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler: 1, 2-8
Features:
keine

Dieser Test basiert auf der PlayStation 3-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden Wii U-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen. 

  
Sie rauben und plündern, sie entern und kapern, sie sind die Herrscher über die Weltmeere. Und nicht wenige davon sind selbstredend außerordentlich übelriechende, groggurgelnde Schweine. Unter dem Jolly Roger bereisen sie Tortuga und reißen sich jede Menge Schätze unter den Nagel. Der Gedanke Assassinen in das Zeitalter dieser Freibeuter zu verfrachten, mag wohl im ersten Moment ein wenig seltsam erscheinen. Überhaupt ist in Assassin's Creed: Black Flag doch so einiges anders, als es noch in den Vorgängern war, und mausert sich zum besten Assassinen-Abenteuer. Warum das so ist? Na, lest das doch selbst, arrrr! 

Trinkt aus, Piraten, Yoho!
Es gibt da eine Sache, die Edward Kenway von Altaïr, Ezio Auditore und Connor so richtig unterscheidet. Er ist kein Assassine, kein richtiger zumindest. Eigentlich meuchelt Edward lediglich einen anderen Assassinen, schlüpft in dessen Kutte und nimmt zeitweise dessen Identität an. Warum? Dublonen, Gold, Reales! In seinem Herzen ist und bleibt er eben stets ein Pirat, der liebend gerne raubt und plündert und vor allem an das große Geld will. Gold, Ruhm und Ehre. Und natürlich seine Frau zurück. Es dauert gar nicht lange, bis er sein eigenes Schiff bekommt und als frischgebackener Käpt'n seine Crew herumscheuchen kann. Sein Weg kreuzt sich auf seinen Reisen so manches Mal mit berühmt-berüchtigen Freibeutern, wie zum Beispiel Blackbeard höchstpersönlich. Und noch dazu ist – auch wenn das furchtbar subjektiv ist – Edward Kenway der bislang sympathischste und auch nachvollziehbarste von allen bisherigen Protagonisten von Ubisofts Assassinen-Saga. In der Gegenwartsebene sieht das jedoch ein wenig anders aus. Miles Desmonds Geschichte wurde, wie ja jeder Assassin's Creed-Kenner weiß, mit jenem dritten Teil zu Ende erzählt – in Black Flag schlüpfen wir in die Haut eines neuen Testsubjektes. Namenlos, aus der Ego-Perspektive. Um die Immersion aufrecht zu erhalten, dass man nun selbst für die Ahnenforschung in Desmonds Blutlinie verantwortlich wäre. Dabei präsentieren sich die Passagen, wenn man selbst nicht im Animus steckt und für einen Unbekannten in der Firma Abstergo Entertainment Geheimaufträge ausführt, unfassbar abwechslungsarm und ziehen sich in die Länge. Letztendlich bestehen sie lediglich aus typischem „von A nach B“-Geschleiche, sowie ein paar wenigen Hacking-Minispielchen, die allerdings sehr blass und anspruchslos bleiben, dafür aber wenigstens ein paar neue Hintergrundinformationen liefern.  

Doch so abwechslungsarm sich Assassin's Creed IV in der Gegenwart präsentiert, so überwältigt wird man auf den sieben Weltmeeren von all den Möglichkeiten, die die prächtige Welt dem Spieler bietet. Obwohl sich eigentlich am grundlegenden Gameplay nicht viel geändert hat. Noch immer klettert der Spieler mit wenigen Knopfdrucken elegant die höchsten Fort-Türme und Kirchturmspitzen empor, springt wagemutig aus höchsten Höhen ins Ungewisse und jagt seinen Feinden seine versteckte Klinge in das warme Fleisch. Das Kampfsystem bleibt dabei weitesgehend genauso, wie man es schon aus den Vorgängern kennt, mit dem richtigen Timing ist auch eine deutliche Überzahl feindlicher Soldaten nichtmal ansatzweise ein Problem. Doch all das drumherum hat sich ordentlich gewandelt und Edward werden unzählige Möglichkeiten aufgezeigt, dass man gar nicht mehr weiß, was man denn eigentlich zuerst anstellen soll. Drei große Städte - Havanna, Nassau und Kingston -  gibt es dieses Mal zu erkunden, nebst haufenweise kleinerer Inseln oder Grotten, die mal nur eine einzelne Truhe, mal deutlich größere Geheimnisse, beherbergen. Und dann ist da natürlich noch das Meer selbst, das ziemlich belebt ist.
 Autor:
Barbara Bleier
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