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Indie-Spiele-Highlights auf der gamescom 2015

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Enter the Gungeon (PS4)
Als „Gunfight-Dungeon-Crawler“ auf der Devolver-Pressemappe beschrieben und tatsächlich gibt es keinen besseren Begriff für das Spiel. Zu Beginn wählen wir zwischen vier verschiedenen Helden, die alle unterschiedliche Stats besitzen (mehr Munition, mehr Lebenskraft, mehr Ausdauer) und legen direkt los. Ziel ist es, sich durch die zahlreichen Räume des „Gungeons“ zu kämpfen, in denen überall unterschiedliche, aber vor allem zahlreiche (!), Gegner lauern. Beschuss von allen Seiten und wir halten ebenfalls kräftig auf alles drauf, was sich bewegt oder bewegen könnte. Gesteuert wird dabei in Ikaruga-Manier, also der typischen Twin-Stick-Shooter-Steuerung. Diese ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, geht aber schnell in Fleisch und Blut über. Um den Kugelhagen überleben zu können, müssen wir vor allem unsere Flugrolle häufig einsetzen. Denn während wir in der Luft sind, können uns gegnerische Schüsse nichts anhaben, sobald wir aber wieder den Boden berühren, zieht und wackelt es kräftig an unserer HP-Leiste.
 
Pausenlose Flugrollen sind natürlich nicht möglich, denn unsere Ausdauerleiste wird schnell in Mitleidenschaft gezogen und so müssen wir uns nicht nur auf das Ausweichen und Schießen konzentrieren, sondern darauf unsere Ausdauerleiste nur in taktisch klugen Momenten in Anspruch zu nehmen. Knapp 20 Minuten konnten wir Enter the Gungeon auf der Messe anspielen und tatsächlich hätten wir gerne noch länger mit dem Spiel verbracht, das ähnliche Mechaniken bei der Gungeon-Generierung wie Binding of Isaac nutzt. Nur knapp zwei Stunden brauchen Profis für einen Durchlauf. Beim Ableben beginnt das ganze Spiel von vorne und wir müssen uns erneut durch den kompletten Gungeon kämpfen. Gelegenheitsspieler sollten also unbedingt einen weiten Bogen um den Titel machen - alle anderen müssen sich auf PC und PlayStation 4 unbedingt die Hörner abstoßen!
 
Prognose: 4/5
 
SNOW (PS4)
Ich bin mir nicht sicher, wie viele realistische Snowboard- und Ski-Umsetzungen es in den vergangenen Jahren auf die Konsolen geschafft haben. Eine? Keine? Warum eigentlich nicht? Die Entwickler von Poppermost Productions sind jedenfalls begeisterte Snowboarder und Skifahrer und haben sich aufgemacht, um den Mangel an entsprechenden Videospielumsetzungen zu beenden. SNOW, realisiert mit der CryEngine, sieht wundervoll aus und richtet sich an all jene Spieler, die ihre Winterferien gerne mit Skifahren und Snowboarding verbringen. SNOW bietet eine riesige 65km³ große Open-World, die der Spieler frei erkunden kann. Entweder ganz entspannt bei zahlreichen und abwechslungsreichen Abfahrten die schönen Panoramen bewundern, oder in verschiedenen Wettbewerben gegen Freunde antreten und die Highscores in der Bestenliste nach oben schrauben. Dabei passiert ihr Steinbrüche, steile Abhänge, Bergdörfer und dichte Wälder und schaltet so neue Ausrüstungsgegenstände frei. Bei SNOW handelt es sich um einen F2P-Titel, bei dem ihr neue Ausrüstungsgegenstände nicht nur in Wettbewerben gewinnen, sondern auch durch Mikrotransaktionen erwerben könnt.
 
Neben dem PC erscheint das Spiel exklusiv auf der PlayStation 4 und wird dabei auch von den Sharing-Funktionen, beispielsweise durch den integrierten Foto- und Videomodus, der Konsole gebraucht machen. Es sieht beeindruckend aus, was das kleine Indie-Studio hier in den vergangenen Monaten gebastelt hat. Auch neben der grafischen Pracht weiß das Spiel von der ersten Sekunde an, zumindest Skifahrer und Snowboarder, zu begeistern. Bei unserer ersten Abfahrt kämpfen wir uns durch steiles Gelände und werden durch den dynamischen Tag- und Nachtwechsel ganz tief in die weiße Bergwelt hineingezogen. Scheitern wir an einer Klippe oder einem Felsbrocken, überschlagen wir uns zwar sehr realistisch, können per Rewind-Funktion aber problemlos zum letzten „Checkpoint“ zurückspulen. SNOW bietet Entspannung für diejenigen, die in aller Ruhe durch das Terrain fahren möchten, bietet durch verschiedene Wettbewerbe aber auch genug Abwechslung für Zeitjäger und Sprungfanatiker. Etwas schade, dass die Teilnahme an manchen Wettbewerben nur durch Bezahlung möglich sein wird. Dennoch scheint SNOW auch allen „zahlungsunwilligen“ Spielern ein gutes Gesamtpaket bieten zu können. Für Ski- und Snowboardfans ist SNOW ein absolutes Must-Have! 
 
Prognose: 5/5 
 Autor:
Sebastian Küpper / Tosha Klotz / Joshua Hampf
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