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"Es ist mein Zelda"

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Der Trailer war unglaublich. Als hätte Nintendo eine meiner (unzähligen!!1) Listen an Wünschen genommen und würde sie der Reihe nach abhaken. Offene Welt, Free-Climbing überall, keine Wand ist ein unüberwindbares Hindernis. Überall Schleichen! Das hätte ich mir ehrlich gesagt niemals träumen lassen, auch wenn es in meiner Zelda U-Checklist drin steht. Und dann … und dann kommt der Sprung-Button!!! Was musste ich mir immer wieder anhören, all die langen Jahre, dass meine Ideen nichts mit Zelda zu tun hätten. Und hier bringt Nintendo alles Schlag auf Schlag! Die dumme grüne Tunika und die Mütze sind weg! Wie genial ist das denn? Bestimmt bekommt man sie irgendwann noch, doch kann man dann jederzeit was anderes anziehen, wenn man will. Ja, ich weiß, totale Nebensächlichkeit, möchte man meinen. Aber mir Zelda-Freak war das wichtig. Unterschiedlichste Rüstungen sind zu finden! Darunter eine richtig klassische, neutrale Ritterrüstung, genau wie ich es mag und auch in Dark Souls oder Monster Hunter trage. Das hohe Gras! Wer nicht glaubt, dass ich damals im Vorfeld zur Skyward Sword-Enthüllung einen Blog-Eintrag veröffentlicht hatte mit dem Titel „The High Grass Field“, dem schicke ich gerne einen Link dazu. Magnethandschuhe gibt’s nicht, dafür … ´nen Magneten! Den Gleiter hatte ich mir ebenso gewünscht! Und so weiter! Ich muss hier wirklich mit der Aufzählung aufhören. Klar, es gibt viele Fans, die sich Ähnliches gewünscht haben. Aber wieviele von denen haben einen Blog mit 100 Wünschen erstellt, von denen jetzt grob geschätzt wenigstens die Hälfte Wirklichkeit wird? Leute, ich bin so glücklich über das Gesehene, es lässt sich kaum in Worte fassen. Der erste Satz, den ich laut sagte, nachdem der Trailer zu Ende war: „Es ist mein Zelda.“ Und ich bin froh, dass es endlich alle erleben dürfen.

Wie genau sich The Legend of Zelda: Breath of the Wild spielt, das wird mein Kollege Karim demnächst zu (digitalem) Papier bringen in seinem Hands-On-Preview. Der Glückliche darf nämlich selbst Hand anlegen! Deshalb schneide ich nur noch kurz ein paar Punkte an, die mir am Herzen liegen: Wie schon in Xenoblade Chronicles X, und noch verstärkt, wird Breath of the Wild ein Spiel sein, in dem derjenige, der sich mehr darauf einlässt, auch mehr zurückbekommen wird. Die offene, non-lineare Struktur begünstigt eine Spielwelt, in der man einfach nur um des Spielens Willen herumrennt. Selbst wenn Ganon längst besiegt ist (und das ist von Anfang an möglich, SO offen ist dieses Spiel), wird es noch Spaß machen, mit all den Items und Objekten und Gegnern zu interagieren. Ein Spiel mit größtmöglichem Immersionsfaktor – und ja, ich habe keinerlei schlechtes Gewissen, diesen ausgetretenen Begriff hier zu verwenden. Er trifft ins Schwarze. Kein Fleck Erde in diesem Spiel ist leer und ohne Relevanz. Selbst eine bloße Wiese kann zum Experiment eines jeden Pyromanen werden. Die Puzzles der Schreine, die man sah und von denen es über 100 Stück geben soll, lassen mehrere Lösungswege zu, etwas, das so gar nicht ins starre Konzept früherer Serienvertreter passt. Und wenn ich dann Details höre wie etwa, dass wenn man ohne Stiefel eine Truhe per Kick öffnet, Schaden erleidet, jauchzt mein Gamer-Herz voller Vorfreude. Vielleicht das allerbeste von allem aber: Dieses Zelda macht Lust auf Nintendos Zukunft. Wenn ich sehe, welche Risiken und Mühen Nintendo mit der prestige-trächtigsten Marke eingeht, dann bin ich zuversichtlich, wie das nächste 3D-Konsolen-Mario aussehen wird. Dann habe ich vollstes Vertrauen in das noch unbekannte Spiel der RetroStudios. Dann klappt das auch mit dem nächsten MonolithSoft-Spiel, und ein neues F-Zero ist jetzt auch wahrscheinlicher, dem Bauchgefühl folgend.
 
Und alles das dank eines einzigen Spiels.
 
 Autor:
Maximilian Edlfurtner
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