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"Es ist mein Zelda"

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Es ist schon erstaunlich. Mit den Grand Theft Auto-Spielen ist das Genre der Open World-Spiele vor beinahe zwei Dekaden populär geworden, seither definiert es neben den allgegenwärtigen Shootern die Spielelandschaft. Jahr um Jahr kamen neue „Offene Welt“-Spiele auf den Markt, jedes noch größer, noch hübscher und mit noch mehr Story. Doch in all dieser Zeit hat sich niemand gefragt: „Was kann man eigentlich in einem Open World-Spiel tun, außer eine große Welt bereisen?“ All die großen Titel, seien es The Witcher 3, Fallout 4, GTA und viele mehr, haben den Spielern dieser Welt weisgemacht, dass es nur so, nur auf diese eine Art geht. Und alle haben es geschluckt oder dankend abgewunken und akzeptiert, dass Open World-Spiele nichts für sie seien. Es bedarf der Zelda-Serie, um einem Genre zu echter Blüte zu verhelfen, ganz wie damals Ocarina of Time, das 3D-Action-Adventures samt Lock-On-Feature ins Leben gerufen hat. Unmöglich, hieß es, unmöglich, dass Nintendo heute noch einmal einen solchen Coup landen könnte. Erst mit VR sei  ein solcher Moment wieder denkbar. Nunja, so ganz angekommen ist der Gedanke bei einigen Gamern noch nicht. Zu tief verankert liegt das Konzept dessen, was ein Open World-Spiel doch sein muss: Von A nach B rennen, zwischendrin Gegner töten, und an Anfang und Ende jeweils eine Videosequenz zu sehen bekommen, mit aufwändigen Animationen, Grafiken und Sprachausgabe. Es gab in Ansätzen Ausnahmen von dieser Norm, die jedoch niemals den vollen Schritt gingen wie nunmehr Nintendo. Die Just Cause-Franchise hat darauf Wert gelegt, eine offene Welt zu erschaffen, in der man sich fix und motivierend fortbewegen und dabei auf unterschiedlichste Weise Zerstörung anzetteln kann. Der neueste Metal Gear Solid-Teil ging weg vom filmischen Charakter der Vorgänger und bot eine halbwegs offene Welt, binnen derer man die jeweiligen Missionen auf unterschiedlichste Art lösen konnte – und wurde dafür prompt von vielen Fans scharf kritisiert. Dabei war es die richtige Richtung.

 Autor:
Maximilian Edlfurtner
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