Wii U » Wii U Editorials » D00Ms Retro-Stunde: Super Metroid

D00Ms Retro-Stunde: Super Metroid

-> Drucken -> kommentieren
The Last Metroid is in Captivity - The Galaxy is at Peace....
Ich begrüße euch zu meinem zweiten Teil der neuen Serie "D00Ms Retro Stunde" bei Gaming-Universe. Die Wiederholungstäter aus dem retroverliebten Köln haben es wieder getan und sich in geselliger Runde zu Spiel, Speis und Trank getroffen. Die Überschrift verrät es natürlich schon. Wir wagten uns an den Klassiker oder eigentlich besser den Erfinder des Metroidvania-Genre und begleiteten Kopfgeldjägerin Samus Aran durch ihr drittes irrwitziges Abentuer auf dem Planeten Zebes. Mit an Bord sind aus der vergangenen ersten Ausgabe wieder das "Koboldmädchen" Sebastian, Ex-Redakteur Thomas, das wandelnde Wikipedia Michael, Kriegsdienstverweigerer Chris (Er spielt nicht gern) und Redaktionskollege Patrick - Volles Haus also. Statt Pizza gab es dieses mal chinesische Nudeln, aber der Rum blieb der Rum und wird auch immer der Rum bleiben. Einen Abend und die ganze Nacht pfiff die liebe Samus nach unserer männlichen Pfeife bis wir schließlich die aus Teil Eins wiederauferstandene Mother Brain endgültig ins Jenseits geschossen hatten. Die wichtigsten Fragen dazu werden selbstredend alle im Text beantwortet. Ob auch die eingesperrten lustigen Tiere überlebt haben? Rockt der Soundtrack noch heute wie damals? Lest selbst...
Von Metroidvania und Fachgeschäften
Super Metroid erschien 1994 für das Super Nintendo Entertainment System, welches ich aus purer Faulheit ab sofort mit SNES abkürzen werde. Es gilt als absoluter Klassiker, wurde doch ein Sub-Genre nach ihm benannt. Es erweiterte die damalig gängigen Jump and Shoot-Spiele um die Faktoren "Erkunden" und "Abenteuer". Metroid begründete bzw. festigte also das bis heute leider eher seltene Metroidvania-Genre. Spielerisch befindet ihr euch hier in einer riesigen Oberwelt, deren Gebiete ihr nur nach und nach durch das Einsammeln spezieller Items betreten könnt. Durch das clevere Design der Welt sind die anfänglichen Wege durch die Beschränkungen eurer Fertigkeiten sehr liniar gehalten. Ihr könnt euch nur auf einem bestimmten von den Entwicklern geplanten Weg fortbewegen, der euch in der Regel zum nächsten Item führt, mit dem sich dann wiederum neue Wege erkunden lassen. Vor dem Kauf ahnte ich all das noch nicht. Die einzige Möglichkeit damals von neuen Spielen zu erfahren basierte auf Papier - fleißige und regelmäßige Heftlektüre war angesagt. Wieder stand ich im Jahre der Fußballweltmeisterschaft in den USA, 1994, im heiligen Videospieltempel meiner tollen Kindheit mit dem Jump´n´Run oder auch Arjay Games. Viele kennen den Namen sicherlich noch aus aus Werbeanzeigen alter Printmagazine - war er doch so etwas wie der beste Laden aus Köln und eigentlich auch der ganzen Welt. Leider segnete er irgendwann das Zeitliche und meine Trauer war und ist noch immer ungebrochen groß. Mann, war das ein super Laden. Voller Erfurcht schaute man über den Tresen auf eine Wand voller neuer eingeschweißter Spiele für alle möglichen Konsolen - Wahnsinn. Der Geruch von Plastikfolie lag in der Luft und man wollte am liebsten alles auf einmal in einer riesigen Plastiktüte herausschleppen. Der Clou an diesem Schmuckstück von Fachgeschäft war, dass man die Spiele an einem von drei aufgebauten Fernseher Probe spielen konnte. Natürlich waren meine Freunde und ich öfter auch mal ohne Kohle in der Tasche dort, um eine Runde zu zocken - das wurde toleriert, da wir dennoch recht viel dort kauften. Und ja, wir waren überzeugt davon, eines Tages selber mal einen Games-Laden zusammen zu eröffnen, wenn wir erwachsen sind. Das hat bisher leider nicht geklappt.

Die Spiele damals waren teuer. Sogar noch teurer als heute, das weiß ich, weil ich noch alle alten Quittungen von damals aufgehoben habe. 129,- DM wollte der Verkäufer, dessen Namen ich längst vergessen habe, für das Abenteuer rund um den letzten Metroid von mir haben. Und das war damals noch günstig, kosteten die meisten Spiele gleich 149,- oder Importe sogar 159,- DM. Ich wusste nicht viel über das Spiel, aber es hatte eine Big Box, die Figur hatte Armkanonen und das war als 12-Jähriger unglaublich cool und konnte kaufentscheidend sein. Der Erwerb sollte sich lohnen. Mit in der Schachtel lag gleich der offizielle Spieleberater, in dem alle Geheimnisse offen gelegt wurden. Der große Bruder meines Freundes Thomas, Christoph, klebte sein Exemplar damals extra zu - er wollte lieber alles selber entdecken. Ich tat es ihm gleich und vermied damit meinen ersten Spoiler-Alarm bereits 1994. Diesen Begriff kannte damals noch keine Sau, aber ich klebte meinen Berater ebenfalls zu - meine Gamer-Ehre wurde geboren. Bis heute weigere ich mich Spielehilfen wie etwa Lets Plays in Anspruch zu nehmen. Und bereits damals schafften wir es trotzdem irgendwie die 100% aller Items zu finden. Okay, das waren fast alles nur blöde Missles und man bekommt ja irgendwann den XRay, aber wen interessierte das schon?
 Autor:
Dominik Weber
Editorials
Nintendo hat das Unmögliche möglich gemacht und Ocarina of Time bezwungen. Warum das so ist, erzählt euch Max in seinem Editorial zum neuen The Legend of Zelda: Breath of the Wild - lesenswert!
Editorial lesen
Unsere Checkliste zu Zelda U! Theme
Die Enthüllung des nächsten, großen Zelda-Abenteuers steht unmittelbar bevor. Unsere Experten beantworten 20+1 Fragen über Erwartungen und Hoffnungen. Und ihr dürft mitmachen!
Editorial lesen